Dosenfutter für den Hund – Nassfutter

Dosenfutter für Hund

Grundsätzlich ist Dosenfutter für Hunde näher an einer natürlichen Ernährung als Trockenfutter. Vor allem der niedrige Wassergehalt des Trockenfutters ist für die Organe der Hunde auf Dauer belastend. Dennoch muss klar sein, dass die Futtermittel duch den Kochprozess denaturiert werden. Das kann sie teilweise leichter verdaulich machen, führt aber auch zu einem Verlust von zum Beispiel natürlichen Vitaminen, die im Frischfutter noch enthalten sind.

Bei der Auswahl von Dosenfutter für den Hund, welches im Handel meist als Nassfutter bezeichnet wird, sollten Sie die Inhaltsstoffe gründlich unter die Lupe nehmen. Das gilt auch für Hundefutter im Wurstdarm, welches wegen des geringeren Verpackungsmülls zunehmend populärer wird. Achten Sie vor allen Dingen darauf, dass die Fleischdosen einen hohen Anteil an hochwertigem Fleisch enthalten und somit den Namen „Fleischdose“ auch wirklich verdienen.

Doesenfutter für den Hund gibt es ebenso wie Hundefutter im Wurstdarm in zwei Varianten:

  1. Fleischdosen mit Muskelfleisch pur oder ein Mix aus mehreren Fleischsorten und knorpelhaltigen Strossen
  2. Komplett-Nassfutter mit Fleisch als Basis und allen erforderlichen Zutaten

100% Fleischdosen und Fleischwürste

Die erste Variante sind reine Fleischdosen oder Fleischwürste. Auf der Verpackung ist als Inhalt zu 100% Fleisch ausgewiesen. Hochwertige Fleischdosen für Hunde enthalten Fleisch in Lebensmittelqualität. Muskelfleisch, wozu auch Herz gehört, sollte die Hauptzutat sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Rindfleisch, Huhn oder Ente handelt, denn der Proteingehalt liegt bei Muskelfleisch dieser Tierarten ungefähr bei 15-20%. Dieses hochwertige Muskelfleisch ist für den Hund der wichtigste Proteinlieferant. Finden sich allerdings vorwiegend Innereien, Schlünde, Strossen, diverse tierische Nebenprodukte oder gar Fleischbrühe auf den vorderen Plätzen der Zutatenliste, hat man es mit einem minderwertigen Dosenfutter zu tun.

Die Deklarierungen auf den Hundefutter-Dosen sind mitunter schlecht verständlich. Im Idealfall ist der Prozentsatz der Bestandteile exakt auf der Verpackung angegeben. Bei gruppenweiser Deklaration, wie zum Beispiel „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ weiß man im Prinzip überhaupt nichts über die Qualität der Zusammensetzung des Dosenfutters.

Innereien im Nassfutter

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ein kleiner Anteil Innereien sollte der Nährstoff-Vielfalt halber im Hundefutter enthalten sein. Allerdings sind Nieren, Leber, Milz und Lunge Ausscheidungs- bzw Verdauungsorgane. So finden sich darin oft Reste von Giftstoffen wie Schwermetalle, Arzneimittelrückstände (Antibiotika) und Pestizide, die bei großer Belastung dem Hund auch schaden können. Schwermetalle werden übrigens vor allem in den Fettdepots der Tiere gebunden, sodass auch andere fetthaltige Fleischarten nicht zu empfehlen sind. Den Fettbedarf kann man auch gut über hochwertige Öle decken.

Herz wiederum ist ein sehr hochwertiges Hundefutter und reinem Muskelfleisch mindestens ebenbürtig. Es ist auch als Hauptbestandteil des Hundefutters gut geeignet.

Schlundfleisch und Strossen im Dosenfutter für Hunde

Es ist nichts gegen einen geringen Anteil Stossen im Dosenfutter einzuwenden, da durch den Knorpel der Mineralstoffgehalt der Mahlzeit optimiert wird. Allerdings sind Strossen keine Eiweißlieferanten und sollten daher nur in Maßen als Ergänzung dienen.

Ein zu hoher Anteil an Schlundfleisch bzw. Kehlfleisch ist ungünstig, da teilweise die Schilddrüsen der Tiere mit verarbeitet werden. Die darin und auch um umliegenden Gewebe enthaltenen Hormone können den Stoffwechsel des Hundes durcheinanderbringen. Es ist außerdem recht fettig. Für den Durchschnittshund ist der Fettgehalt von Schlundfleisch zu hoch und wird auf Dauer zu Übergewicht führen. Bei Sporthunden wird es teilweise gern verfüttert, da diese große Kalorienmengen benötigen.

Euter im Nassfutter

Selbst das im Hundefutter oft enthaltene Euter ist nicht ganz unkritisch zu sehen. Rund 30% der heutigen Hochleistungskühe leiden immer wieder unter Euterentzündungen und erhalten dagegen permanent Antibiotika. Dass beides im Hundefutter nichts zu suchen hat, versteht sich eigentlich von selbst.

Pansen und Blättermagen

Pansen enhält zwar weniger Protein als Muskelfleisch, sorgt dafür aber für eine gesunde Darmflora. An dem ungewaschenen (grünen) Pansen haften noch Nahrungsbestandteile der letzten Mahlzeit der Kuh. Darin tummeln sich viele Kleinstlebewesen und Darmbakterien, die das Darmmilieu des Hundes und seine Verdauung günstig beeinflussen. Insofern fördert eine Beimischung aus Pansen die Gesundheit des Tieres.

Tipp zur Fütterung der Fleischdosen

Eine Dose Hundefutter mit 100 % Fleisch ist als Alleinfutter ungeeignet. Auch in der Natur nimmt der Hund zusätzlich pflanzliche Nahrungsmittel auf, die ergänzend auch unbedingt nötig sind. Reine Fleischdosen für Hunde kombiniert man mit frischem Obst, Gemüse (je nach Art roh oder gedünstet), Nahrungsergänzungen, Reis oder anderen Futtermitteln mit Kohlenhydraten zu einer artgerechten Mahlzeit. Rezept-Anregungen finden Sie in unserem Artikel über die Zubereitung von frischem Futter.

Komplett-Nassfutter für Hunde aus der Dose

Viele Hersteller setzen auf vollständiges Hundefutter aus der Dose, sogenanntes Komplettfutter. Der Fleischanteil sollte bei etwa 70% oder etwas höher liegen. Der Rest besteht aus einem Mix aus Gemüse und Kartoffeln oder Getreide.

Auch ein Vermerk, dass sich das Futter als Alleinfutter eignet, sollte auf der Dose vorhanden sein. Viele Verwender von Komplettfutter für Hunde verlassen sich auch darauf, dass Vitamine und Mineralstoffe im richtigen Verhältnis enthalten sind. Das sollte man besser prüfen.

Was gehört nicht ins Dosenfutter des Hundes?

Künstliche Farb- und Geschmackstoffe sowie Lockstoffe und Zucker dürfen nicht enthalten sein. Gegen natürliche Farbstoffe, die aus Roter Beete, Möhren oder Chlorophyll, also grünem Blattfarbstoff, gewonnen werden, ist dagegen nichts einzuwenden.

 

Foto: Dosenfutter von monika1607Pixabay.com

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