Verdauung beim Hund

Hunde waren ihrem Ursprung nach Rudeltiere. Wölfe jagen heute noch im Rudel. In der gleichen Weise lief es vor der Domestikation auch beim Hund ab. Obwohl sich die Hunde als Jagdteam durchaus ergänzten, musste sich jeder einzelne Hund bei der Verteilung der Beute sehr beeilen, um seinen Teil abzubekommen. Die Konkurrenz war sogleich zur Stelle, um evt. noch ein Stück mehr zu ergattern. Dieses ursprüngliche Verhalten des Hundes hat sich bis in die heutige Zeit erhalten.

Insbesondere Tierhalter mit mehreren Hunden werden schon beobachtet haben, dass ihre Hunde das Futter förmlich verschlingen, ohne es genießen zu können. Gibt man das Fleisch in einem großen Stück, wird der Hund mit seinen Reißzähnen große Batzen herausreißen und hinunterschlingen. Sicher gibt es Ausnahmen, vor allem Einzelhunde, die inzwischen zu richtigen Genießern geworden sind. Am Ablauf ihrer Verdauung hat das aber noch nichts Wesentliches geändert.

Die Futterbrocken werden in der Mundhöhle eingespeichelt. Da Hunde ihre Nahrung verschlingen, wird sie vorher kaum durch die Zähne zerkleinert. Das Futter passiert durch Schluckbewegungen die Speiseröhre und gelangt in den Magen. Dieser hat ein verhältnismäßig großes Volumen. Im Magen wird die Nahrung mit Magensaft versetzt und angedaut. Im Dünndarm schließlich beteiligen sich alle Verdauungssäfte aus der Leber und der Bauchspeicheldrüse an der Aufspaltung des Futters. So entstehen kleinste, wasserlösliche Bestandteile. Diese werden durch die Darmschleimhaut aufgenommen und durch das Blut abtransportiert. Auf diese Weise gelangen die Bestandteile in die Leber. Dort werden sie für den Zellstoffwechsel aufbereitet und gelangen letztendlich in die Körperzellen. Dort dienen sie der Energiegewinnung und Erhaltung der Zellen. Alle unverdaulichen Bestandteile der Nahrung werden im Dickdarm eingedickt und vom Hund dann als Kot ausgeschieden.

Die Verdauung der Katze

Der oben geschilderte Ablauf findet in sehr ähnlicher Weise bei der Katze statt. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied, der sich auch bei der Fütterung bemerkbar macht. Katzen waren und sind Einzeljäger. Da Katzen ihre Beute allein fangen und dann an einer geschützten Stelle verspeisen, lassen sie sich mehr Zeit beim Zerkleinern der Nahrung. Man kann also feststellen, dass Katzen ihre Nahrung wesentlich besser zerkauen. Die Speiseröhre der Katze birgt einige enge Passagen. Normalerweise ist das kein Problem. Frisst die Katze allerdings zu große Brocken, vor allem Knochen, Kartoffeln im Stück u.ä., kann es zu Verstopfungen der Speiseeröhre kommen. Mit diesem Problem haben Hunde nicht zu kämpfen.

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