Die Verdaulichkeit als Qualitätsmerkmal von Futtersorten

Neben dem Wassergehalt spielt die Verdaulichkeit der Futtermittel eine entscheidende Rolle. Es leuchtet sicher ein, dass die Ausgangsstoffe (Fleisch, Gemüse, Flocken etc..) bei der Herstellung eines Futters unterschiedliche Qualität haben. Nicht alle Bestandteile können vom Körper zu 100% aufgenommen werden. Zu weiteren „Verlusten“ führt die Art der Verarbeitung und Konservierung des Futters, seine Lagerung und die Lagerzeit.

Die Verdaulichkeit gibt darüber Auskunft, wie viel Prozent des Futters tatsächlich vom Körper verwertet werden können. Damit ist sie ein entscheidendes Qualitätsmerkmal von Hundefutter oder Katzenfutter. Um die Verdaulichkeit einer Futtersorte festzustellen, müssen Fütterungstests mit den Tieren durchgeführt werden. Wenn die Verdaulichkeit eines Futters festgestellt wurde, relativieren sich die Inhaltsmengen an Nährstoffen noch einmal. Leider werden solche aufwändigen Tests nicht mit allen Futtersorten durchgeführt bzw. liegen nicht bei allen Ergebnisse für den privaten Gebrauch vor.

Man kann die Verdaulichkeit für jeden einzelnen Nährstoff berechnen. Dazu geht man wie folgt vor (nach Case, Carey, Hirakawa: "Ernährung von Hund und Katze"):

Formel:

Verdaulichkeit in % x Nährstoff in % = verdaulicher Bestandteil des Nährstoffs

Beispiel- Berechnung verdauliches Protein in Futtermitteln:

Futter A:

25% Protein und 70 % Verdaulichkeit des Futters
Berechnung: (70% x 25 %) / 100 = 17,5 % verdauliches Protein

Futter B:

22% Protein und 90 % Verdaulichkeit des Futters
Berechnung: (90% x 22 %) / 100 = 19,8 % verdauliches Protein

Ohne Berücksichtigung der Verdaulichkeit hätte Futter A einen höheren Proteingehalt als Futter B. Nach der Berechnung ergibt sich jedoch das umgekehrte Verhältnis.





© www.hundefutter-und-katzenfutter