Dosenfutter vs. Trockenfutter

Betrachten wir zunächst Dosenfeuchtfutter und Trockenfutter. Dosenfutter enthält bis zu 85 % Wasser, wobei die Feuchtigkeitsmenge der einzelnen Sorten stark variiert. Trockenfutter hat einen Feuchtigkeitsgehalt von lediglich 10 %. Der Nährstoffgehalt der Futtermitteln wird aber grundsätzlich so gemessen, wie das Futter vorliegt, also in trockener oder feuchter Form. Da Feuchtfutter die Nährstoffe in stark "verdünnter" Form enthält, lässt sich ein unmittelbarer Vergleich zu Trockenfutter überhaupt nicht durchführen. Mit anderen Worten: 20% Protein in einem Feuchtfutter entprechen keineswegs 20% Protein in einem Trockenfutter. Die Vergleichsbasis stimmt nicht. Um dennoch brauchbare Werte zu bekommen, muss zunächst ausgerechnet werden, wieviel Prozent der einzelnen Nährstoffe in der reinen Trockensubstanz (Futter ohne Wasser) enthalten sind.

Dazu kann man sich folgender Formel bedienen (nach Case, Carey, Hirakawa: "Ernährung von Hund und Katze"):

Umrechnung der Nährstoffe von ursprünglicher Substanz (uS= wie gefüttert) in Trockensubstanz (TS):

Formel: Prozentsatz des Nähstoffes auf uS- Basis / Anteil der TS im Futter

Beispiel:

Feuchtfutter mit 20% Protein und 30% TS

Trockenfutter mit 20% Protein und 90% TS

Rechnung Feuchtfutter: (20/30) x 100= 66% Protein

Rechnung Trockenfutter: (20/90) x 100= 22% Protein

Auf den ersten Blick geht man bei beiden Futtersorten von einem Eiweißgehalt von 20% aus. Die Berechnung hingegen zeigt uns, dass die beiden Futtersorten einen sehr unterschiedlichen Eiweißgehalt bezogen auf die Trockensubstanz haben.

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