Eiweiß (Protein)

gibt es in tierischer und pflanzlicher Form. Es dient der Bildung und Erhaltung von Körpersubstanzen, aber auch der Energiegewinnung. Eiweiße bestehen aus Aminosäuren. Sie sind lebensnotwendig. Um den exakten Eiweißbedarf zu bestimmen, müssen Art und Verwertbarkeit des Eiweißes genauso berücksichtigt werden, wie das Alter und die leistungsmäßige Beanspruchung des Hundes oder der Katze.

Die Meinungen über den tatsächlichen Bedarf gehen in den wissenschaftlichen Quellen weit auseinander. Zeitweise war der Trend zu beobachten, dass viele Hersteller von Fertigfuttermitteln einen möglichst hohen Proteinanteil anstrebten. Inzwischen gibt es eine leichte Trendwende. Innerhalb der Futterpalette wird stärker nach tatsächlichem Bedarf differenziert. Das ist sehr sinnvoll, da Hunde und Katzen im normalen Leben keine großen körperlichen Belastungen zu bewältigen haben. Der Gehalt ihres Futters an Eiweiß und Fett sollte niedriger sein, als in Futtersorten für Welpen, Jungtiere oder Muttertiere während der Tragezeit und Säugeperiode. Bei den Hunden sind außerdem Sport- und Leistungshunde zu nennen, deren Bedarf wesentlich erhöht ist.

Wichtig ist, dass die Eiweißquellen für den Organismus des Hundes und der Katze gut aufzuschließen sind. Dazu bietet sich zuerst tierisches Eiweiß an, also Fleisch, Fleischmehl (Rind, Lamm, Huhn), Fisch, Milchprodukte und Ei. Diese Produkte sollten die Haupteiweißquellen im Hundefutter bilden. Oft werden Futtermittel mit Hefe und Soja angereichert. Vor allem Hefe hat ihre Berechtigung, nicht nur als Eiweiß- sondern auch als Vitaminspender. Soja enthält ebenfalls sehr viel Eiweiß, wird aber von vielen Hunden nicht gut vertragen und kann Allergien auslösen. Hat man die Wahl, sollte man zu einem biologisch wertvollen Futter mit einem Großteil tierischer Eiweißquellen greifen.

Folgen des Einweißmangels bei Hunden und Katzen (Grünbaum 1997):

  • Probleme mit Muskelbildung,
  • Wachstumsstörungen
  • negative Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit
  • Haarprobleme
  • Störungen der Leberfunktion

Folgen des Überangebots:

  • Überlastung der Nieren

Eiweißquellen im Hundefutter oder Katzenfutter:

  • Fleisch oder Fleischmehl, insbesondere Huhn, Rind und Lamm
  • Fisch oder Fischmehl
  • Käse und Quark
  • Milch (M. vertragen viele Hunde und Katzen wegen des hohen Lactosegehaltes nur in kleinen Mengen.)
  • Hefe
  • Sojabohnenmehl (umstritten wegen teilweiser Unverträglichkeitsreaktionen)
  • Eier

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